Was kostet Social-Media-Betreuung in der Schweiz?
Kurz gesagt
Für laufende Social-Media-Betreuung — Beiträge erstellen, planen, veröffentlichen, auf Kommentare antworten und Kampagnen führen — verlangen Schweizer Agenturen CHF 2'000–3'500 pro Monat, Werbebudget nicht eingerechnet. Reine Post-Pakete ohne Werbebetreuung beginnen tiefer, decken aber weniger ab. adlessly deckt denselben Umfang ab CHF 349/Mt. ab, im Einstieg ab CHF 149/Mt.
- Betreuung und Werbebudget sind zwei getrennte Posten: Die Betreuung zahlst du an Agentur oder Software, das Budget geht direkt an Meta.
- Die Spanne von CHF 2'000–3'500 gilt für vergleichbaren Umfang — Inhalte UND Kampagnen. Wer nur Beiträge plant, kostet weniger und leistet weniger.
- Zum Monatspreis kommen bei Agenturen oft ein Start-Paket (ab CHF 5'000 einmalig) und eine Mindestlaufzeit von 6 Monate.
- Der Preisvergleich ist nur ehrlich, wenn derselbe Leistungsumfang danebensteht — sonst vergleicht man ein Abo mit einer Agentur mit einem Freelancer.
- Die meisten Schweizer Agenturen nennen ihren Preis gar nicht: Wer eine Offerte einholt, wartet auf ein Gespräch, statt eine Zahl zu lesen.
Was «Betreuung» tatsächlich umfasst
Der Begriff ist unscharf, und genau daran scheitern die meisten Preisvergleiche. Zwischen dem billigsten und dem teuersten Angebot liegt selten ein Qualitätsunterschied — meistens liegt ein Leistungsunterschied dazwischen, den niemand ausspricht.
Vier Bausteine tauchen in Schweizer Angeboten auf, und jeder einzelne verschiebt den Preis:
- Inhalte erstellen — Fotos aufbereiten, Text schreiben, Format anlegen. Der Posten, der am stärksten mit der Menge skaliert.
- Planen und veröffentlichen — Redaktionsplan, Freigabe, Veröffentlichung zur richtigen Zeit.
- Community Management — Kommentare und Direktnachrichten beantworten. Hier klaffen die Angebote am weitesten auseinander: von «wir schauen gelegentlich rein» bis zu garantierter Reaktionszeit am Wochenende.
- Kampagnen führen — Zielgruppen aufsetzen, Budget steuern, Anzeigen auswerten. Der Baustein, der in günstigen Paketen fast immer fehlt.
Warum kaum eine Agentur ihren Preis nennt
Wer in der Schweiz nach Social-Media-Betreuung sucht, findet überwiegend Seiten ohne eine einzige Zahl. Das hat einen nachvollziehbaren Grund: Agenturarbeit ist Handarbeit, und die Menge hängt vom Betrieb ab. Ein Erstgespräch ist aus Anbietersicht der sauberere Weg.
Für den Suchenden heisst das trotzdem: Er kann nicht vergleichen, ohne drei Gespräche zu führen. Und er erfährt erst am Ende, ob das Angebot überhaupt in seiner Grössenordnung liegt.
Die Zahlen in der Tabelle oben stammen deshalb ausschliesslich von Anbietern, die ihren Preis öffentlich nennen. Das ist eine Auswahl, keine Markterhebung — es gibt in der Schweiz keine unabhängige Statistik zu Agenturhonoraren, und wer eine Durchschnittszahl nennt, hat sie geschätzt.
Was ein Start-Paket und eine Mindestlaufzeit ausmachen
Der Monatspreis ist selten der ganze Preis. Zwei Posten kommen bei Agenturen regelmässig dazu, und beide fallen erst im Vertrag auf:
Ein Start-Paket deckt Strategie, Markenaufbau und die erste Produktionsrunde ab — bei den geprüften Anbietern ab CHF 5'000 einmalig. Eine Mindestlaufzeit von 6 Monate ist ebenfalls üblich. Beides zusammen heisst: Die Entscheidung bindet mehr Geld, als der Monatspreis vermuten lässt.
Rechne deshalb nicht mit dem Monatspreis, sondern mit den ersten zwölf Monaten inklusive Einmalkosten. Erst diese Zahl ist vergleichbar.
Software statt Agentur — wo der Unterschied wirklich liegt
Der Preisunterschied zwischen Software und Agentur ist nicht der interessante Teil. Interessant ist, was jeweils wegfällt.
Eine Agentur bringt einen Menschen mit, der deinen Betrieb kennt, vor Ort fotografiert und im Zweifel mitdenkt. Das ist durch nichts zu ersetzen — und es ist der Grund, warum Agenturen ihren Preis verlangen können.
Software bringt Tempo und Beständigkeit: Sie vergisst keinen Beitrag, arbeitet auch im Dezember und kostet gleich viel, ob du drei oder dreissig Beiträge brauchst. Was sie nicht kann: den Betrieb verstehen, ohne dass ihr jemand sagt, worauf es ankommt.
Die ehrliche Antwort lautet deshalb nicht «Software ist besser», sondern: Wer ein Budget im vierstelligen Bereich hat und persönliche Betreuung will, ist bei einer Agentur richtig. Wer ein dreistelliges Budget hat und trotzdem regelmässig sichtbar sein will, für den war bis vor Kurzem nichts da.
Woran du ein zu billiges Angebot erkennst
Angebote unter CHF 500 im Monat gibt es, und manche sind seriös. Drei Fragen trennen sie von denen, die es nicht sind:
- Wer beantwortet Kommentare und Direktnachrichten — und in welcher Zeit? Ohne klare Antwort ist Community Management nicht enthalten, egal was auf der Seite steht.
- Sind bezahlte Kampagnen dabei oder nur organische Beiträge? Das ist der teuerste Baustein und fehlt in günstigen Paketen fast immer.
- Woher kommen die Bilder? Wer Bilddatenbanken einsetzt statt Aufnahmen aus dem Betrieb, spart genau dort, wo der Unterschied sichtbar wird.
Was Schweizer Anbieter für laufende Betreuung verlangen (abgerufen 20.08.2026)
| Anbieter | Paket | pro Monat |
|---|---|---|
| studio ikigai | Standard | CHF 2'000 |
| digital M. | Partner | CHF 2'000 |
| Digital Delight | Management · Wachstum | CHF 3'500 |
| adlessly | Basis | CHF 149 |
| adlessly | Plus — vergleichbarer Umfang | CHF 349 |
| adlessly | Pro | CHF 690 |
Die drei Agenturzeilen stammen aus öffentlich einsehbaren Preisseiten, abgerufen am 20.08.2026. Werbebudget ist in keiner Zeile enthalten. adlessly-Preise exkl. MwSt., monatlich kündbar, keine Einrichtungsgebühr.
Häufige Fragen
Vergleich mit Paketen, die Content UND Kampagnen-Betreuung enthalten: studio ikigai (Standard, CHF 2'000) · digital M. (Partner, CHF 2'000) · Digital Delight (Management · Wachstum, CHF 3'500) — Preisseiten abgerufen am 20.08.2026. Reine Post-Pakete ohne Werbebetreuung starten tiefer und sind nicht vergleichbar.
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